Das iWIP erforscht das Lehren und Lernen im Bereich Wirtschaft und Verwaltung, Arbeitswelt und Beruf. Entsprechende Erkenntnisse werden für die Gestaltung und Entwicklung der Praxis der berufsbildenden Schulen, Unternehmen, Hochschulen und weiteren Bildungsinstitutionen aufbereitet. Hier werden inhaltliche und methodologische Schwerpunkte des iWIP im Forschungskonzept vorgestellt. Wir geben Ihnen zudem einen Überblick über unsere Projekte, Promotionen, Veröffentlichungen und Vorträge.
HEAd’26: Internationale Konferenzimpulse
25.06.2026
Franka Marie Herfurth nahm am 16.06. an der 12th International Conference on Higher Education Advances (HEAd’26) mit dem Beitrag „Exploring fragmented visions and uneven capacities in higher education digital transformation: Evidence from stakeholder interviews“ teil.
Die Konferenz bot mit Teilnehmenden aus 55 Ländern und rund 180 Beiträgen in drei Tagen vielfältige Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Hochschulbildung. Besonders wertvoll waren der internationale Austausch und die Vernetzung mit Forschenden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Fragen der digitalen Transformation, Hochschulentwicklung und Lehre beschäftigen.
Internationale Lehrkräfteweiterbildung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung am Institut für Wirtschaftspädagogik
05.03.2026
Vom 24. bis 26. Februar 2026 fand am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität Rostock eine internationale Lehrkräfteweiterbildung im Rahmen des Drittmittelprojekts SCONE – Sustainable Cooperation Network statt, gefördert durch das EU-Programm Interreg South Baltic. Rund 30 Lehrkräfte beruflicher und allgemeinbildender Schulen aus Litauen, Polen, Dänemark und Deutschland kamen zusammen, um ihre Kompetenzen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu stärken und sich grenzüberschreitend zu vernetzen.
Die dreitägige Veranstaltung begann mit einer Einführung in die Psychologie der Klimaangst sowie Strategien im Umgang mit Unsicherheit. Ein Thema, das angesichts gesellschaftlicher Transformationsprozesse immer stärker an Bedeutung gewinnt. Anschließend wurde der projektbegleitende MOOC vorgestellt, der Lehrkräften niedrigschwellige digitale Lernangebote zur Unterstützung ihrer BNE-Praxis bietet.
Der erste Tag klang bei einem gemeinsamen Abendessen und einem partizipativen Trommelworkshop aus, der die internationale Gruppe zusammenführte und Raum für Austausch bot.
Der zweite Tag startete mit dem World Game, das globale Zusammenhänge auf interaktive Weise erfahrbar macht und Diskussionen über Ressourcenverteilung, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit anregte. Anschließend vertieften sich die Teilnehmenden in zentrale Konzepte der Education for Sustainable Development, darunter der Whole School Approach.
Im Mittelpunkt stand ein Future Workshop, in dem die Lehrkräfte in Kleingruppen Visionen für nachhaltige Schulentwicklung entwarfen und gemeinsam Wirkungsketten, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren reflektierten. Der Abend bot erneut Gelegenheit zur internationalen Vernetzung.
Am dritten Tag präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse und diskutierten gemeinsam, wie die entwickelten Ideen in ihren Schulen umgesetzt werden können. Die abschließende Reflexion zeigte deutlich, wie wertvoll der internationale Austausch für die Weiterentwicklung von BNE-Strukturen in der gesamten Ostseeregion ist.
„Die Teilnehmenden haben eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert Lehrkräfte heute an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten. Ihr grenzüberschreitender Austausch ist ein zentraler Motor für Innovation in der Bildungslandschaft der Region“, betont Franka Marie Herfurth, Projektkoordination des SCONE-Teams am Institut für Wirtschaftspädagogik.
Eine weitere internationale Lehrkräfteweiterbildung im Rahmen des SCONE-Projekts ist bereits geplant und wird im Januar 2027 in Dänemark stattfinden.
Institut für Wirtschaftspädagogik auf der AG-BFN-Fachtagung 2026
16.03.2026
Am 12. und 13. März 2026 nahm das Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität Rostock an der Fachtagung „Zukunftsweisende Berufsbildung: Chancen der Transformation für Innovationen nutzen“ der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) teil. Die Tagung fand am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart statt.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sowie dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).
Unsere Kolleg*innen waren ebenfalls aktiv am wissenschaftlichen Austausch beteiligt:
🔹 Franka Marie Herfurth referierte zum Thema: Transformationsprozesse als Impulsgeber für Innovationen jenseits des formalen (Berufs-)Bildungssystems: Konzeptionelle und empirische Befunde
🔹 Prof. Dr. Andreas Diettrich moderierte einen Transferdialog mit Simone Gutmann (BWV – Bildungsverband der Versicherungswirtschaft), Prof. Dr. Matthias Kohl (Hochschule der Bundesagentur für Arbeit) und Clara Stoll (Ecovis Europe AG) zum Thema: Transformationsgestaltung im Dialog – Nachhaltigkeitsorientierte Professionalisierung des Ausbildungspersonals in Versicherungs- und Steuerberufen
Die Tagung bot einen gelungenen Austauschraum für den Dialog zwischen Berufsbildungsforschung und Praxis und lieferte zahlreiche neue wissenschaftliche und praxisorientierte Impulse für die Weiterentwicklung der Berufsbildung. Wir danken den Organisator*innen und allen Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch!
Rückblick: Meet & Learn 2026 in Schwerin
23.06.2026
Die Meet & Learn 2026, organisiert vom Projekt Zukunftszentrum MV+, fand in diesem Jahr im Hotel Speicher am Ziegelsee in Schwerin statt und bot den Teilnehmenden einen Tag voller Austausch, Vernetzung und praxisnaher Weiterbildung.
Die Veranstaltung verstand sich als Plattform für wertvollen Austausch sowie für Weiterbildungsangebote zu zentralen Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz, Fachkräftesicherung sowie Organisationsentwicklung und Führung. Im Mittelpunkt stand der Austausch zwischen Unternehmen, Bildungsakteur:innen und Expert:innen aus der Region. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, sich fachlich auszutauschen und ihr Wissen zu den Schlüsselthemen der Zukunft zu erweitern.
Neben den fachlichen Workshops und Networking-Phasen bot die Veranstaltung auch vielfältige interaktive Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Formate wie ein Glücksrad, kreative Mitmachangebote sowie ein Suche-Biete-Board unterstützten den informellen Austausch und sorgten für zusätzliche Gelegenheiten zur Vernetzung.
Nach dem Ankommen und einer Begrüßungs- und Netzwerkphase am Vormittag konnten die Teilnehmenden an einem der parallel stattfindenden Workshops teilnehmen. Am Nachmittag stand erneut das Netzwerken sowie der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt.
So entstand ein Tag, der fachliche Impulse, Praxisnähe, Interaktion und persönliche Begegnungen miteinander verbunden hat.
Auftakttreffen des Erasmus+-Projekts DT4VET in Dänemark erfolgreich durchgeführt
30.03.2026
Nykøbing F., Dänemark – Am 25. und 26. März 2026 fand das erste physische Projekttreffen des Erasmus+-geförderten Projekts DT4VET – Digital Transition for Vocational Education and Training statt. Gastgeber war das UCE in Nykøbing Falster. Das Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität Rostock nahm gemeinsam mit den internationalen Projektpartnern aus Dänemark (UCE, Lead Partner), Finnland (Tampere Adult Education Centre) und Belgien (EfVET) an dem Treffen teil.
Ziel des Treffens war es, eine gemeinsame Grundlage für die Umsetzung des Projekts zu schaffen. Im Mittelpunkt standen die Abstimmung der Arbeitspakete, die Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die strategische Ausrichtung der Zusammenarbeit. Darüber hinaus wurden zentrale Projektergebnisse und geplante Outputs diskutiert und ein gemeinsames Verständnis für die Projektziele entwickelt.
In verschiedenen Sessions präsentierten die Projektpartner ihre institutionellen Ansätze zur digitalen Transformation in der beruflichen Bildung, darunter die Entwicklung digitaler Lernplattformen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie innovative Lehr- und Lernumgebungen mit Simulation, Virtual und Augmented Reality. Ergänzend dazu wurden aktuelle Entwicklungen seit der Antragstellung reflektiert und mögliche Anpassungen für eine erfolgreiche Projektumsetzung erörtert.
Der zweite Projekttag stand im Zeichen der operativen Planung: Gemeinsam wurden Strategien zur Dissemination, zur Einbindung relevanter Stakeholder sowie zur Sicherstellung nachhaltiger Wirkung auf institutioneller, nationaler und europäischer Ebene entwickelt.
Als Ergebnis des Treffens konnten sich die Partner auf ein gemeinsames Vorgehen für die kommenden Projektphasen verständigen. Die nächsten Schritte umfassen die Umsetzung der vereinbarten Arbeitspakete, die weitere Abstimmung in internationalen Teams sowie die Vorbereitung erster Projektergebnisse.
Das Projekt DT4VET wird im Rahmen des Programms Erasmus+ von der Europäischen Union gefördert und zielt darauf ab, die digitale Transformation in der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch innovative Lehr- und Lernansätze nachhaltig zu stärken.








